Blick auf Meldorf
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Wie steht es um die Pflanzung weiterer Bäume im Zingel? Diese Frage stellte kürzlich ein Einwohner während einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Der Bereich gleiche derzeit sowohl optisch als auch mit Blick auf die sommerliche Hitzeentwicklung einer „Wüste“, kritisierte er. Der Meldorfer Gehstraßenbereich war in den Jahren 2012 und 2013 neugestaltet worden. Die Bürgermeisterin erklärte, dass die Stadt aufgrund der derzeitigen Rechtslage lediglich bestehende Bäume ersetzen könne. Dies geschehe auch nach und nach. Aus den sich daran anschließenden Ausführungen des Ausschussvorsitzenden zu diesem Thema wurde zudem deutlich, dass die grundsätzliche Problematik erkannt ist; heute würde man das wohl sicherlich so nicht mehr gestalten. Und da sich auch einige rechtliche Rahmenbedingungen offenbar zu verändern beginnen, arbeite man an möglichen Lösungen für die Zukunft.

Das Internet verbindet Menschen, erleichtert den Alltag und macht Informationen nahezu überall verfügbar. Doch hinter seinen Angeboten stehen wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Interessen. Neben den vielen Möglichkeiten gibt es Schattenseiten: Desinformation, Polarisierung und digitale Gewalt gehören dazu. Mit diesen Themen beschäftigt sich die Wanderausstellung „Alles im Angebot“, die am 5. September 2026 um 11:00 Uhr im Dithmarscher Landesmuseum eröffnet wird. Initiiert wurde sie von den gemeinnützigen Organisationen HateAid und neuland & gestalten. Nach Stationen in Koblenz und Dortmund ist die Schau in Meldorf erstmals in Norddeutschland zu sehen. Auf verständliche und alltagsnahe Weise soll die Ausstellung das Leben im Netz in den Blick nehmen. An interaktiven Stationen geht es sowohl um die Faszination digitaler Räume als auch um die Risiken für einzelne Menschen und die demokratische Öffentlichkeit. Dabei stellt sich auch die Frage, wer im Internet eigentlich wen steuert. Das Landesmuseum sieht die Ausstellung als Gelegenheit, seinen Auftrag als Ort für aktuelle gesellschaftliche Fragen wahrzunehmen. Dazu wurde ein vielseitiges Begleitprogramm mit Fachleuten aus ganz Deutschland und lokalen Kooperationen zusammengestellt. Gefördert wird es von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS. Zur Eröffnung sind Alex Berthou von HateAid und Silke Zimmermann von neuland & gestalten zu Gast. Gemeinsam mit Alexander Eggert und Nina Lucia Groß vom Dithmarscher Landesmuseum freuen sie sich auf den Austausch mit dem Publikum. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Link zum Dithmarscher Landesmuseum: https://www.landesmuseum-dithmarschen.de

Eine Interessentin möchte auf dem rückwärtigen Teil eines Grundstücks im Gebiet „Alter Meldorfer Hafen“ ein Tiny House errichten. Der Meldorfer Bau- und Umweltausschuss sprach sich jedoch mehrheitlich gegen das Vorhaben aus. Mit vier zu drei Stimmen bei einer Enthaltung folgte das Gremium der Empfehlung der Verwaltung. Für die Stadt abschließend entscheidet über den Antrag die Stadtvertretung in ihrer Sitzung am 15. September 2026. Die ablehnende Haltung wird damit begründet, dass der „Alte Meldorfer Hafen“ als Gewerbegebiet ausgewiesen ist und Wohnbauvorhaben dort grundsätzlich nicht zulässig sind. Die Stadt habe sich Mitte der 2010er-Jahre bewusst dort für ein Gewerbegebiet und gegen ein Mischgebiet entschieden. Damit sollte u. a. eine weitere Wohnbebauung dort ausgeschlossen werden. In der Ausschussdebatte wurde allerdings auch die grundsätzliche Entwicklung des Gebiets thematisiert. Angesichts der Veränderungen im vergangenen Jahrzehnt stellten einzelne Ausschussmitglieder die Frage, ob die planungsrechtlichen Vorgaben noch den heutigen Verhältnissen entsprechen oder angepasst werden sollten. Der Ausschussvorsitzende regte an, diese Frage ggf. zunächst mal in den Fraktionen zu beraten. Ob daraus dann eine politische Initiative zur künftigen Entwicklung des „Alten Meldorfer Hafens“ erwächst, bleibt abzuwarten.

Aufgrund der veränderten Park- und Verkehrssituation im Bereich „An der Süderau“ empfiehlt der Tourismus-, Wirtschafts- und Kulturausschuss der Stadt Meldorf der Stadtvertretung, in ihrer Sitzung am 15. September 2026 das dort bislang geltende Zonenhalteverbot aufzuheben. Damit wäre das Parken dort künftig im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen wieder wie in anderen Straßen möglich.

Die Fraktion „Die Linke“ hat für eine Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Wirtschaft und Kultur der Stadt Meldorf die Verkehrssituation in der Bütjestraße thematisiert und eine Änderung der Verkehrsführung dort angeregt. Die Bütjestraße solle als Einbahnstraße aus Richtung Domstraße unter Beibehaltung des Fahrradverkehrs in beiden Richtungen eingerichtet werden. Sollte dies nicht zulässig sein, so solle die Dauerparkmöglichkeit auf dem rechten Fahrstreifen aufgehoben werden. Sowohl die Amtsverwaltung Mitteldithmarschen als auch die Kreisverwaltung hatten sich gegen beide Alternativen ausgesprochen, weil nach ihrer Auffassung die rechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind bzw. das Gefahrenpotenzial für die Allgemeinheit dadurch sogar erhöht werden könnte. Dieser Punkt wurde sehr intensiv, aber unter großer Einmütigkeit im Ausschuss diskutiert. Am Ende empfahl der Ausschuss der Stadtvertretung einstimmig, in ihrer Sitzung am 15.09.26 für eine Ausweisung der Bütjestraße von der Domstraße in Richtung Kirchhofsplatz als Einbahnstraße zu votieren. Der Radverkehr solle weiterhin in beiden Richtungen möglich sein. Zudem soll am Kirchhofsplatz zwischen dem I. und dem II. Breiten Weg ein absolutes Halteverbot eingerichtet und das Parken in der künftigen Einbahnstraße nur in Fahrtrichtung auf der rechten Seite erlaubt werden. Wie sich dann der weitere Abstimmungsprozess mit der Amts- und der Kreisverwaltung entwickeln wird, muss abgewartet werden.

Die Stadt Meldorf beschloss im Jahre 2025, die Boy-Albers-Straße nach dem Shared-Space-Prinzip auszubauen. Das bedeutet, dass die Straße barrierefrei und farblich einheitlich gestaltet werden soll und eine für alle Verkehrsteilnehmer/innen weitgehend gleichberechtigte Nutzung des Straßenraums ermöglicht. Nach Angaben der Bürgermeisterin sollen die Bauarbeiten in der Woche ab dem 7. September 2026 beginnen. Darüber informierte sie in der Sitzung des städtischen Bau- und Umweltausschusses. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sollen vor Beginn der Arbeiten noch schriftlich von der Stadt informiert werden.

Mit dem „Memorandum: Wärmewende in Meldorf“ hat die Stadt Meldorf im April 2023 die politischen Leitlinien für die Wärmewende festgelegt. Darin wird auch die gesetzlich vorgeschriebene Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für Meldorf behandelt. Das Memorandum ist auf der Internetseite der Stadt Meldorf abrufbar. Die kommunale Wärmeplanung soll aufzeigen, wie die Wärmeversorgung der Stadt langfristig klimafreundlich, sicher und wirtschaftlich gestaltet werden kann. Dafür werden der aktuelle Wärmebedarf, die vorhandene Infrastruktur und mögliche künftige Versorgungsformen untersucht. Die Stadt Meldorf hat inzwischen ein externes Planungsbüro mit der Ausarbeitung beauftragt. Ein Mitarbeiter des Büros informierte die Mitglieder des städtischen Bau- und Umweltausschusses in der Sitzung am 25. August 2026 über den aktuellen Stand. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Phase. Derzeit werden die für die Bestandsanalyse erforderlichen Grundlagendaten ermittelt, ausgewertet und strukturiert. Der Referent betonte, dass die Wärmeplanung keine adressgenauen Empfehlungen für einzelne Häuser enthalten werde. Das Zielszenario soll vielmehr als strategische Planung voraussichtlich baublockbezogene Empfehlungen geben, die beispielsweise jeweils Gruppen von rund zehn Gebäuden umfassen können. Die kommunale Wärmeplanung für Meldorf soll bis zum Ende des ersten Quartals 2027 abgeschlossen sein. Im weiteren Verlauf sind zwei öffentliche Veranstaltungen für die Meldorferinnen und Meldorfer vorgesehen: zunächst eine Informations- und Beratungsveranstaltung, deren Termin noch nicht feststeht, sowie eine Abschlussveranstaltung, bei der die Ergebnisse der Wärmeplanung vorgestellt und erörtert werden sollen.

Etwa um die Jahrtausendwende wurde auf dem kleinen Parkplatz an der Hafenstraße am nördlichen Rand des Naturschutzgebietes Kronenloch im Meldorfer Speicherkoog eine Beobachtungsplattform errichtet. Von dort aus bietet sich bis heute ein weiter Blick in das großflächige Schutzgebiet. Damit ist es aber wohl bald zu Ende. Wie der Vorstand des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog Dithmarschen in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates des Unternehmens mitteilte, ist die hölzerne Konstruktion in die Jahre gekommen, das Holz beginnt zu verrotten. Die Plattform soll deshalb ersatzlos zurückgebaut werden. Aus dem Verwaltungsrat wurden gegen dieses Vorhaben keine Einwendungen vorgebracht.

Ungewöhnlich viele Meldorferinnen und Meldorfer nahmen am 25. August 2026 als Gäste an der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Stadt teil. Rund 20 Interessierte verfolgten zeitweise die Beratungen. Grund für den regen Zuspruch dürfte insbesondere der Bericht über den aktuellen Stand der Sanierung des Hallen- und Freibads gewesen sein. Vertreter des Planungsbüros und der Amtsverwaltung erläuterten, dass verschiedene unvorhergesehene Umstände zu Verzögerungen geführt hätten. Dazu zählten unter anderem alte Öltanks, die im Erdreich entdeckt worden waren, Asbestfunde, eine ungewöhnlich lange Kälteperiode im Winter usw. Dadurch sei der Bauzeitenplan durcheinandergeraten und die Abstimmung zwischen den beteiligten Gewerken teilweise erheblich erschwert worden. Noch seien nicht alle Probleme gelöst. Die Verantwortlichen zeigten sich jedoch sehr zuversichtlich, die verbleibenden Herausforderungen bewältigen zu können. Nach derzeitigem Stand wird das Hallenbad noch im vierten Quartal dieses Jahres wieder für seine Gäste öffnen. Und die Freibadsaison soll dann - da zeigten sich die Verantwortlichen zu 100 % sicher - planmäßig im Mai 2027 beginnen. Die Gesamtkosten für dieses große Sanierungsprojekt liegen nach aktuellem Stand bei etwa 18 Millionen Euro.

Die Betreuungsbehörde des Kreises Dithmarschen und der Dithmarscher Betreuungsverein laden am Donnerstag, 27. August 2026, zur Informationsveranstaltung „Aufgaben und Grenzen in der rechtlichen Betreuung von A bis Z“ ein. Die Veranstaltung findet von 15 bis 18 Uhr im Kreishaus, Kreistagssitzungssaal, Stettiner Straße 30 in Heide statt. Referent ist Ralph Chauvistré, Diplom-Rechtspfleger sowie Gründer und Leiter des ifb-Instituts (Institut für Fortbildung im Betreuungswesen). Der Experte erläutert in zwei Vorträgen, welche Aufgaben und Grenzen die rechtliche Betreuung hat. Dabei beleuchtet er das Zusammenspiel von Rechten und Pflichten der rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern, den Wünschen der betreuten Klientinnen und Klienten sowie den Erwartungen von Angehörigen und Öffentlichkeit. Ziel ist es, typische Missverständnisse auszuräumen und einen praxisnahen Einblick in die rechtliche Betreuung zu geben. Dabei hinaus erklärt der Referent, welche Hilfen ergänzend zur rechtlichen Betreuung zur Verfügung stehen und welche Aufgaben sie übernehmen können. Die Infoveranstaltung startet mit der Begrüßung durch Landrat Thorben Schütt sowie Andreas Seidel, Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender des Dithmarscher Betreuungsvereins e.V. in Meldorf. Es folgen der erste Vortrag, eine Kaffeepause mit Gelegenheit zum Austausch sowie der zweite Vortrag mit einer anschließenden Diskussions- und Fragerunde. Die Veranstaltung endet um 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 0481 – 97 4848.